200 Jahre

Fragt man Wikipedia, ist die erste erfolgreich aufgenommene und erhaltene Fotografie der Welt im Jahr 1826 entstanden. Meine erste Kamera habe ich etwa 170 Jahre später zum Geburtstag erhalten. Eine kleine kompakte Olympus µ [mju:]-I mit 35-mm-Kleinbildfilm, 35 mm Brennweite sowie einer Offenblende von f/3,5. Diese kleine vollautomatische Kamera führt mich noch heute auf eine ähnliche Zeitreise wie der Diaprojektor meines Vaters. Die ganze Woche schwirrte er mir bereits im Kopf herum. Heute habe ich ihn tatsächlich bei meinen Eltern gefunden. Naturgemäß musste er unmittelbar ausprobiert werden. Meine Kinder hatten hauptsächlich Spaß daran, den einzigen dicken grünen Knopf an der kabelgebundenen „Fernbedienung“ zu drücken und die Mechanik auszulösen. Für mich war es wunderbare Nostalgie, die Fotos meiner Kindheit in einem so großen Format zu sehen. Analog aufgenommen mit einer Canon EOS 600 (ohne D) und gestochen scharf mit einem Reflecta AF 1800 auf eine Leinwand projiziert. Dieses Gefühl kann kein Monitor auf dieser Welt erzeugen.

Auf den Spuren von Xu Jiang

Beim heutigen Hundespaziergang bin ich über diese welkenden Sonnenblumen auf einer landwirtschaftlichen Blühfläche gestolpert. Immer wieder kämpft sich die Sonne heute durch den zunächst nassen und windigen Herbsttag. Auch die Sonnenblumen trotzen Wind und Wetter, wenn auch nicht mehr in Ihrer gesellschaftlich anerkannten Pracht…

Bei Xu Jiang ist Helianthus annuus mehrfach leitendes Thema in seinen unterschiedlichen Skulpturen und Gemälden. Immer anders, schön auf ihre Weise, gehen seine Motive unter die Haut…

Ein schönes Stück Hauswand

Straßenkunst von Hendrik Beikirch in Koblenz

Als würde Sie schon immer hierhergehören, nachdenklich posierend, in die Ferne blickend, eine Unbekannte, doch Vertraute. Was hat Sie erlebt? Was führt Sie hierher? Ein bewegendes Portrait, auf einer besonderen (Lein-)Wand erblicken wir von der Balduinbrücke in Koblenz.

Welcome back, Mr. Turner

Gedanken im Nachgang zur Ausstellung im Oktober 2019

Banner zur Ausstellung im Kunstmuesum

Endlich haben wir es wieder nach Luzern geschafft. Es ist vermutlich einem Werbespot im Internet zu verdanken, dass ich von der Ausstellung im Kunstmuseum Luzern erfahren habe. Schon lange habe ich mir vorgenommen eine Turner Ausstellung zu besichtigen.

Die Sache abrundend, konnten wir die Reise dann auch noch mit Wanderungen in der wundervollen Landschaft verbinden, welche als Inspiration für so zahlreiche Skizzen und Aquarelle (Turners) diente. Diese lieferten wiederum Vorlagen für die großen Gemälde in Öl.

Die Dokumentation der Landschaft im Wandel. Was mit dem Betätigen des Auslösers der Digitalkamera in Bruchteilen von Sekunden geschieht, erfordert bei der Landschaftsmalerei intensive Forschung von Licht und Schatten und erfordert eine differenzierte Analyse der Bewegungen unserer Lebensgrundlagen Boden, Wasser und Luft. Ein Bewusstsein für die Bedeutung und Einzigartigkeit, welche in der digitalen Welt zunehmend schwindet. Dies spiegelt sich leider auch darin wieder, wie Menschen mit eben diesen Lebensgrundlagen umgehen. Wir brauchen wieder mehr Faszination für unseren Lebensraum und müssen diese zwingend an die nachfolgenden Generationen weitergeben. Turners Erbe ist indirekt wie ein Beitrag zum Naturschutz, der noch heute – nach über 200 Jahren – für Begeisterung sorgt. Die Dokumentation der Naturgewalten und die Fragilität menschlichen Daseins in dieser Welt ist heute genauso von Bedeutung wie damals.

Turner Buch zur Ausstellung

Schweizer Kühe

Wallfahrtskirche Hergiswald

Analog fotografieren in digitalen Zeiten

Baum ohne Laub
Imposante Baumkrone ohne Laub

Zugegeben, es ist keine Innovation eine digitale Spiegelreflexkamera zu ergreifen, einen (Schwarz-Weiß-) Film einzulegen und dann darüber in seinem Blog zu berichten. In den Weiten des World Wide Web gibt es bereits zahlreiche Beispiele von herausragender Qualität. Trotzdem wollte ich mich nicht abschrecken lassen und habe mich mit der analogen Schwester meiner Canon EOS 600D, der Canon EOS 600 (ohne D), darauf eingelassen. Oft habe ich mich dabei erwischt, wie ich die Resultate unmittelbar nach dem Drücken des Auslösers prüfen wollte. Genossen habe ich das Geräusch des spulenden Filmes und das Einlegen eines neuen. Aufregend war die Zeit bis zum Betrachten der Abzüge. Mit Begeisterung teile ich nun Bilder von einer Kamera, die mich schon ablichtete als ich, ebenso wie das Internet, noch in den Kinderschuhen steckte. Da Canon erfreulicherweise in all der Zeit nichts am Bajonett der Objektive geändert hat, kann ich auch meine neuen Objektive an diesem nicht mehr ganz so neuen Stück Technik verwenden.

Pavillon vor dem Hauptbahnhof Koblenz
Pavillon vor dem Hauptbahnhof Koblenz

Dachlandschaft Koblenz
Dachlandschaft in Koblenz

Sonnenblumen Deutsches Eck
Temporäre Sonnenblumen-Instalation am Deutschen Eck

Echolot Hochschule Koblenz
Echolot auf dem Rhein-Mosel-Campus der Hochschule Koblenz

Architekturmodell Entenpfuhl
Architekturmodell „Entenpfuhl“

The beauty of noise

Bleidenberg Wallfahrtskirche
Belichtung: 30 Sek. bei f / 4 ISO 800 Brennweite: 16 mm

„I claim that noise is not always a bad thing.
…As you might see in this -noiseful- shot, of a very peaceful place.“

Dieses Foto entstand bei einem nächtlichen Spaziergang zur Wallfahrtskirche auf dem Bleidenberg. Immer wieder zieht es mich zu diesem wundervollen Ort mit Ausblicken ins malerische Moseltal und weit darüber hinaus. Auch im Studium befassten wir uns im Rahmen des Moduls Bauaufnahme mit der Kirche. Mit Maßband und Klemmbrett ausgerüstet, erstellten wir ein Aufmaß des geschichtsträchtigen Ortes.

Bleidenberg Wallfahrtskirche CAD

Fotobuch Slowakei

Früher als erwartet habe ich mein Blurb Fotobuch im Briefkasten vorgefunden. Eigentlich sollte das Buch erst nach Weihnachten im Briefkasten landen. Die Freude war umso größer, denn nun konnte ich es mir doch unter den Weihnachtsbaum legen. Es ist mein erstes selbst erstelltes Fotobuch. Ganz schön aufregend: Ist alles an Ort und Stelle? Stimmen die Farben? Wie ist die Qualität der Drucke und des Papiers? Beim Auspacken kam die Begeisterung. Ein Zeugnis der wundervollen Tage in der Hohen Tatra. Seite für Seite kann ich nun den Urlaub jeder Zeit wieder in Gedanken erleben und noch ein bisschen länger genießen. Das Ganze macht definitiv Lust auf mehr. Endlich versauern die Bilder nicht mehr auf der Festplatte und dem Bildschirm, man kann Sie anfassen und somit ganz anders erleben. Das Layouten in Adobe Photoshop Lightroom ging sehr gut von der Hand und die Qualität des Buches ist deutlich besser als ich es vom Fotoservice eines deutschen Drogeriekonzerns kenne (Fotobücher im Familienkreis). Ich kann jedem nur ans Herz legen die eigenen Fotos zu Entwickeln, egal ob als Kleinformat traditionell im Fotoalbum, großformatige Drucke auf unterschiedlichen Trägermaterialien, oder eben im Fotobuch. Lasst eure Fotos leben!