
Fragt man Wikipedia, ist die erste erfolgreich aufgenommene und erhaltene Fotografie der Welt im Jahr 1826 entstanden. Meine erste Kamera habe ich etwa 170 Jahre später zum Geburtstag erhalten. Eine kleine kompakte Olympus µ [mju:]-I mit 35-mm-Kleinbildfilm, 35 mm Brennweite sowie einer Offenblende von f/3,5. Diese kleine vollautomatische Kamera führt mich noch heute auf eine ähnliche Zeitreise wie der Diaprojektor meines Vaters. Die ganze Woche schwirrte er mir bereits im Kopf herum. Heute habe ich ihn tatsächlich bei meinen Eltern gefunden. Naturgemäß musste er unmittelbar ausprobiert werden. Meine Kinder hatten hauptsächlich Spaß daran, den einzigen dicken grünen Knopf an der kabelgebundenen „Fernbedienung“ zu drücken und die Mechanik auszulösen. Für mich war es wunderbare Nostalgie, die Fotos meiner Kindheit in einem so großen Format zu sehen. Analog aufgenommen mit einer Canon EOS 600 (ohne D) und gestochen scharf mit einem Reflecta AF 1800 auf eine Leinwand projiziert. Dieses Gefühl kann kein Monitor auf dieser Welt erzeugen.