Welcome back, Mr. Turner

Gedanken im Nachgang zur Ausstellung im Oktober 2019

Banner zur Ausstellung im Kunstmuesum

Endlich haben wir es wieder nach Luzern geschafft. Es ist vermutlich einem Werbespot im Internet zu verdanken, dass ich von der Ausstellung im Kunstmuseum Luzern erfahren habe. Schon lange habe ich mir vorgenommen eine Turner Ausstellung zu besichtigen.

Die Sache abrundend, konnten wir die Reise dann auch noch mit Wanderungen in der wundervollen Landschaft verbinden, welche als Inspiration für so zahlreiche Skizzen und Aquarelle (Turners) diente. Diese lieferten wiederum Vorlagen für die großen Gemälde in Öl.

Die Dokumentation der Landschaft im Wandel. Was mit dem Betätigen des Auslösers der Digitalkamera in Bruchteilen von Sekunden geschieht, erfordert bei der Landschaftsmalerei intensive Forschung von Licht und Schatten und erfordert eine differenzierte Analyse der Bewegungen unserer Lebensgrundlagen Boden, Wasser und Luft. Ein Bewusstsein für die Bedeutung und Einzigartigkeit, welche in der digitalen Welt zunehmend schwindet. Dies spiegelt sich leider auch darin wieder, wie Menschen mit eben diesen Lebensgrundlagen umgehen. Wir brauchen wieder mehr Faszination für unseren Lebensraum und müssen diese zwingend an die nachfolgenden Generationen weitergeben. Turners Erbe ist indirekt wie ein Beitrag zum Naturschutz, der noch heute – nach über 200 Jahren – für Begeisterung sorgt. Die Dokumentation der Naturgewalten und die Fragilität menschlichen Daseins in dieser Welt ist heute genauso von Bedeutung wie damals.

Turner Buch zur Ausstellung
Schweizer Kühe
Wallfahrtskirche Hergiswald

Analog fotografieren in digitalen Zeiten

Baum ohne Laub
Imposante Baumkrone ohne Laub

Zugegeben, es ist keine Innovation eine digitale Spiegelreflexkamera zu ergreifen, einen (Schwarz-Weiß-) Film einzulegen und dann darüber in seinem Blog zu berichten. In den Weiten des World Wide Web gibt es bereits zahlreiche Beispiele von herausragender Qualität. Trotzdem wollte ich mich nicht abschrecken lassen und habe mich mit der analogen Schwester meiner Canon EOS 600D, der Canon EOS 600 (ohne D), darauf eingelassen. Oft habe ich mich dabei erwischt, wie ich die Resultate unmittelbar nach dem Drücken des Auslösers prüfen wollte. Genossen habe ich das Geräusch des spulenden Filmes und das Einlegen eines neuen. Aufregend war die Zeit bis zum Betrachten der Abzüge. Mit Begeisterung teile ich nun Bilder von einer Kamera, die mich schon ablichtete als ich, ebenso wie das Internet, noch in den Kinderschuhen steckte. Da Canon erfreulicherweise in all der Zeit nichts am Bajonett der Objektive geändert hat, kann ich auch meine neuen Objektive an diesem nicht mehr ganz so neuen Stück Technik verwenden.

Pavillon vor dem Hauptbahnhof Koblenz
Pavillon vor dem Hauptbahnhof Koblenz

Dachlandschaft Koblenz
Dachlandschaft in Koblenz

Sonnenblumen Deutsches Eck
Temporäre Sonnenblumen-Instalation am Deutschen Eck

Echolot Hochschule Koblenz
Echolot auf dem Rhein-Mosel-Campus der Hochschule Koblenz

Architekturmodell Entenpfuhl
Architekturmodell „Entenpfuhl“

The beauty of noise

Bleidenberg Wallfahrtskirche
Belichtung: 30 Sek. bei f / 4 ISO 800 Brennweite: 16 mm

„I claim that noise is not always a bad thing.
…As you might see in this -noiseful- shot, of a very peaceful place.“

Dieses Foto entstand bei einem nächtlichen Spaziergang zur Wallfahrtskirche auf dem Bleidenberg. Immer wieder zieht es mich zu diesem wundervollen Ort mit Ausblicken ins malerische Moseltal und weit darüber hinaus. Auch im Studium befassten wir uns im Rahmen des Moduls Bauaufnahme mit der Kirche. Mit Maßband und Klemmbrett ausgerüstet, erstellten wir ein Aufmaß des geschichtsträchtigen Ortes.

Bleidenberg Wallfahrtskirche CAD

Fotobuch Slowakei

Früher als erwartet habe ich mein Blurb Fotobuch im Briefkasten vorgefunden. Eigentlich sollte das Buch erst nach Weihnachten im Briefkasten landen. Die Freude war umso größer, denn nun konnte ich es mir doch unter den Weihnachtsbaum legen. Es ist mein erstes selbst erstelltes Fotobuch. Ganz schön aufregend: Ist alles an Ort und Stelle? Stimmen die Farben? Wie ist die Qualität der Drucke und des Papiers? Beim Auspacken kam die Begeisterung. Ein Zeugnis der wundervollen Tage in der Hohen Tatra. Seite für Seite kann ich nun den Urlaub jeder Zeit wieder in Gedanken erleben und noch ein bisschen länger genießen. Das Ganze macht definitiv Lust auf mehr. Endlich versauern die Bilder nicht mehr auf der Festplatte und dem Bildschirm, man kann Sie anfassen und somit ganz anders erleben. Das Layouten in Adobe Photoshop Lightroom ging sehr gut von der Hand und die Qualität des Buches ist deutlich besser als ich es vom Fotoservice eines deutschen Drogeriekonzerns kenne (Fotobücher im Familienkreis). Ich kann jedem nur ans Herz legen die eigenen Fotos zu Entwickeln, egal ob als Kleinformat traditionell im Fotoalbum, großformatige Drucke auf unterschiedlichen Trägermaterialien, oder eben im Fotobuch. Lasst eure Fotos leben!

Sehenswert: Architekturfotograf Iwan Baan

Immer wieder wird von Architektur-Fotografien eine gewisse Sterilität gefordert. Jeder Stuhl soll parallel zur Tischkante ausgerichtet werden und es sollen möglichst wenige Menschen erscheinen. Ist es nicht seltsam etwas, das für und durch den Menschen geschaffen ist, menschenleer und unbewohnt darzustellen? So sind doch die Wenigsten dazu bereit für eine Theateraufführung zu Zahlen, bei der die Akteure hinter der Bühne verbleiben. Der Architekturfotograf Iwan Baan zeigt in seinem Vortag, dass erst die Bewohner eines Raumes, dessen Architektur definieren und zum Leben erwecken. Um es mit den Worten Renzo Pianos zu sagen „Die Qualität von Städten und Plätzen läßt sich am Reißbrett entwerfen, ihre Schönheit kommt durch die Zeit.“

Das folgende Youtube Video zeigt einen Vortrag von Iwan Baan:

Kaffee…

Was würde ich nur ohne Kaffee tun? Oft hat Kaffee mich in den Nachtschichten der Abgabephasen gerettet und mir unzählige Male einen guten Start in den Tag bereitet.  Warum dieses kostbare Heißgetränk also nicht mal in Szene setzen? Dagegen würde sprechen, dass die sozialen Medien übersät mit Fotos von Kaffeeprodukten sind, in allen Variationen, an den verschiedensten Orten der Welt. Mann muss nicht immer mit dem Strom schwimmen, manchmal kann es aber auch nicht schaden.

Espresso Tasse und Kaffeebohnen
Belichtung: 1/10 Sek. bei f / 8  ISO 100  Brennweite: 100 mm

Ein kurzer Besuch in Hellerau…

Blick auf die Grundschule in Hellerau

Im Rahmen einer Exkursion nach Radebeul besuchten wir auch die Gartenstadt Hellerau (Stadtteil von Dresden). Anfang des 20. Jahrhunderts entstand hier eine Wohnsiedlung, die neben dem grünen Wohnen auch Raum für Arbeit, Bildung und Kultur bereitstellt. Die Ur-Gemütlichkeit und der ländliche Charme der Bauten mit ihren Fensterläden, Sprossenfenstern und Vorgärten ließen uns durch die Siedlung flanierend, eine besondere Behaglichkeit spüren.

Typische Reihenhäuser in Hellerau
Ausschnitt der typischen Reihenhäuser. Belichtung: 1/ 40 Sek. bei f / 5.6  ISO 100  Brennweite: 16 mm

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Kulturzentrum „Forum Confluentes“

Der Himmel strahlte heute in sattem Blau, so nahm ich mir eine kurze Auszeit um einen Einblick in das Forum Confluentes zu bekommen. Das war längst überfällig, denn der Neubau hat bereits vor 3 Monaten seine Pforten geöffnet. Voller Neugier habe ich den Baufortschritt des Forums in regelmäßigen Abständen begutachtet und die Erwartungen an die neue Mitte der Stadt waren hoch. Für eine Besichtigung  des „Romanticum“  (eine Ausstellung die das Mittelrheintal thematisiert) und das Mittelrhein-Museum hat die Zeit leider nicht gereicht. Die Einblicke in die Bibliothek und Ausblicke der Dachterrasse machen jedoch Lust auf Mehr.

Forum Confluentes Oktober 2011
Foto des Baukörpers aus der Bauphase im Oktober 2011. Belichtung: 1/ 60 Sek. bei f / 5.6 ISO 100 Brennweite: 18 mm

Forum Confluentes Juli 2012
Foto des Baukörpers aus der Bauphase im Juli 2012. (iPhone 4s) Belichtung: 1/ 2907 Sek. bei f / 2.4  ISO 64  Brennweite: 4 mm
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Schloss in Buchenhöh (Zyrowa)

Die folgenden Bilder Zeigen das alte Schloss in Żyrowa (Oberschlesien). Wie gerne würde ich dort selber Hand anlegen und respektvoll Sanieren. Schon als kleiner Junge führte mein Vater mich hin und wieder an diesen Ort, denn meine Urgroßeltern lebten auf dem dazugehörigen Gutshof. Mein Vater verbrachte als Kind häufig bei ihnen seine Ferien und erzählt stets mit Begeisterung von seinem Großvater, dem Kutscher. Ich genieße es mit dem Kopf in der Zeit zu Reisen und mir vorzustellen wie das Schloss zu seinen Glanzzeiten ausgesehen haben mag…

Palac-w-Zyrowej
Ansicht von Westen. Belichtung: 1/ 200 Sek. bei f / 11  ISO 100  Brennweite: 16mm

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