200 Jahre

Fragt man Wikipedia, ist die erste erfolgreich aufgenommene und erhaltene Fotografie der Welt im Jahr 1826 entstanden. Meine erste Kamera habe ich etwa 170 Jahre später zum Geburtstag erhalten. Eine kleine kompakte Olympus µ [mju:]-I mit 35-mm-Kleinbildfilm, 35 mm Brennweite sowie einer Offenblende von f/3,5. Diese kleine vollautomatische Kamera führt mich noch heute auf eine ähnliche Zeitreise wie der Diaprojektor meines Vaters. Die ganze Woche schwirrte er mir bereits im Kopf herum. Heute habe ich ihn tatsächlich bei meinen Eltern gefunden. Naturgemäß musste er unmittelbar ausprobiert werden. Meine Kinder hatten hauptsächlich Spaß daran, den einzigen dicken grünen Knopf an der kabelgebundenen „Fernbedienung“ zu drücken und die Mechanik auszulösen. Für mich war es wunderbare Nostalgie, die Fotos meiner Kindheit in einem so großen Format zu sehen. Analog aufgenommen mit einer Canon EOS 600 (ohne D) und gestochen scharf mit einem Reflecta AF 1800 auf eine Leinwand projiziert. Dieses Gefühl kann kein Monitor auf dieser Welt erzeugen.

15 Jahre artítektura

Am fünften zehnten 2010 fand die erste Exkursion meines Architekturstudiums statt. Sie war Grundlage für meinen ersten Beitrag in diesem Weblog.

Heute, am fünften zehnten 2025 sind wir fünfzehn Jahre weiter.

Vieles ist passiert. Die Welt hat sich rasend geändert. Global betrachtet aber auch in meinem Microkosmos. Menschen sind von uns gegangen, Menschen sind zu uns gestoßen, alles ist im Wandel. Wer hätte gedacht dass ich mir mal Gedanken über ein „AI-Free“ -Label machen würde oder etwas wie einem „erstellt mit künstlerischer Intelligenz“ -Banner.

Was geblieben ist, dass ist dieser Blog. Aus zahlreichen Exkursionen, Eindrücken und Erlebnissen ist diese Sammlung entstanden. Unregelmäßig, in meinem Tempo. Nach meinen Regeln und Vorstellungen. Nicht alles habe ich mit den Lesern und Leserinnen geteilt aber immer mal wieder einen Einblick in meine kreative Welt gegeben.

Zurück zu den Wurzeln des Blogs kehrend, widme ich diesen Monat, dem Trubel des unalltäglichen Alltages trotzend, feierlich dem Skizzenbuch. Wie könnte es sich besser fügen, dass der #Inktober als motivierender Rahmen für jeden Tag des Oktobers ein anderes Stichwort bereitstellt. Unter nachfolgendem Link gibt es meine Ergebnisse der Aktion: 2025

Mein Portfolio zum Studium, mit dem Titel „five“, lädt nach wie vor zum Schmökern ein und ein neues Werk entsteht hinter den Kulissen mit „InDesign“. Es könnte kein besseres Datum geben als das heutige, um das Cover zu teilen. Am fünften zehnten darf ich die Fortsetzung von „five“ spoilern:

Cover „ten project“

…Es wird hier also weitergehen. Immer wieder mal – eben als Slowblog. Es mag etwas antik sein, aber jeder der hier aufmerksam digital geblättert hat weiß, dass ich die alten (Handwerks-) Künste schätze und gerne in der Vergangenheit nach antworten für die Zukunft suche. Eigentlich so wie es auch die KI macht – nur eben mit dem Herzen.

Selbstporträt Sommer ’25

Abschied nehmen…

Im Alter von 73 Jahren ist Prof. Henner Herrmanns von uns gegangen.

Heute mussten wir Abschied nehmen.

Ich habe Ihnen sehr viel zu verdanken! Danke von Herzen für die unendliche Motivation, welche ich durch das Studium in Ihrer Gegenwart schöpfen konnte und noch bis heute in mir trage. Mit der (Bau-) Kunst haben Sie viele Menschen zusammengebracht und wertvolle Fundamente für unser aller Leben geschaffen.

Sie werden uns fehlen!

Rothenburg o.T. 2014

Rothenburg Kobolzeller Tor

Belichtung: 1/ 60 Sek. bei f / 2.8  ISO 400  Brennweite: 16 mm

Zurück aus Rothenburg o.T. mit ausschließlich positiven Eindrücken, und tollen Ergebnissen.

Bereits 2011 sollte im Rahmen des Bachelor-Studiums eine Exkursion in die bayerische Kleinstadt Rothenburg ob der Tauber stattfinden. Leider kam die Fahrt nicht zustande. Umso erfreulicher war es, dass im Master-Studium ein erneuter Versuch in die Wege geleitet wurde.  Mit Rund 70 Kommilitonen verteilt auf zwei Gruppen zeichneten wir, unterstützt von Herrn Prof. Henner Herrmanns und Herrn Gideon Karnath, eine Auswahl der so zahlreichen Perspektiven, die uns die Tauberstadt geboten hat. Die Behaglichkeit und der Charme der Stadt konnten selbst durch die hohen Temperaturen, die uns gut ins Schwitzen brachten, nicht getrübt werden.


Rothenburg Zeichnung Kobolzeller Tor Martin Korzenski Continue reading „Rothenburg o.T. 2014“