Gemeinsam mit André Aschkowski und Markus Hoff besuchte Ich heute das Museum „Kolumba“ in Köln.
Der Folgende Text ist ein Auszug aus unserem Vortrag im Rahmen des Moduls Planen im Bestand.
Das Diözesanmuseum der Erzdiözese Köln ist errichtet auf den Ruinen der mittelalterlichen Kirche St. Kolumba, nur einen Steinwurf entfernt vom Kölner Dom. In Folge der Bombenangriffe des zweiten Weltkrieges wurden große Teile der Kölner Innenstadt zerstört. Auch die mittelalterliche Kirche St. Kolumba war bis auf einige Mauerreste der Umfassungsmauern zertrümmert.
In den Trümmern des Mittelschiffes baute Gottfried Böhm in den 50er Jahren die Kapelle „St. Madonna in den Trümmern“. Ihren Namen erhielt sie, da eine Figur der Madonna aus Kalkstein als einzige den Angriff überstand und unversehrt geborgen werden konnte. Continue reading „Ein Ort der Stille…“
Das Echolot hat nun auf der Karthause seinen neuen Wohnsitz gefunden. Gestern wurde dies mit einem kleinen Richtfest auf dem RheinMoselCampus zelebriert.
Auf dem Weg zur Arbeit blicke ich regelmäßig auf den 1900 erbauten Wasserturm in Engers. Wieder eines dieser Gebäude, welche die Phantasie anregen und zum Träumen einladen. Wie ließe sich der Turm heutzutage nutzen? Wie weit könnte man wohl eingreifen, um eine Nachnutzung zu ermöglichen, ohne das Erscheinungsbild zu zerstören?
Wasserturm Engers. Belichtung: 1/160 Sek. bei f / 8 ISO 100 Brennweite: 28 mm
v.l.n.r André Aschkowski, Dipl.-Ing. FH Peter Thomé, Jan Berdi, Sergej Baitler, Maren Geller M.A. M.A., Prof. Georg Poensgen, Martin Korzenski
Wir sind zurück vom Dachwelten Wettbewerb 2012 in Lindau am Bodensee. Leider ohne Medaille, aber mit vielen wertvollen Erfahrungen und tollen Erinnerungen im Gepäck!
Auf der Rückfahrt vom Wochenendausflug an die belgische Nordseeküste haben wir eine kurzen Zwischenstopp in der europäischen Hauptstadt eingelegt. Im Fokus der Bildauswahl stehen Brüssler Sakralbauten. Darüber hinaus sind wir auf eine ungewöhnliche Assemblage gestoßen. Sie stellt einen Fahrmischer dar und bedient sich hierzu an Elementen gotischer Kathedralen. Kreuzblumen finden sich ebenso in den Stahlbauteilen wieder, wie Maßwerk, Strebebögen und Kreuzrippengewölbe.
Notre Dame Du FinistereCathedrale Saints Michel et GuduleEglise du BeguinageEglise Sainte Catherine
„Es gibt den Maler, der aus der Sonne einen gelben Fleck macht, aber es gibt auch den, der mit Überlegung und Geschick aus einem gelben Fleck eine Sonne macht.“ Pablo Picasso
Zurück von der Zeichenexkursion an die Mosel. Unter den großen Bäumen, im Park von Schloss Liebieg, war das Zeichnen ein Genuss. Eine Auswahl der Ergebnisse und Fotos die den Entstehungsprozess dokumentieren gibt es im Archblog von Herrn Prof. Herrmanns.
Blick auf Schloss LiebiegWie im Märchen: Rosen ranken die Fassade empor…
Visualisierung – Kulturkörper zwischen Ruine und Kapelle
Im Rahmen des Hochschulwettbewerbes „Dachwelten 2012“ habe ich mich mit André Aschkowski auf die Suche nach einem „Kulturkörper“ für Kobern-Gondorf begeben.
Bereits die Entscheidung für den Standort ist nicht leicht gefallen, denn Folgende Orte überzeugten mit jeweils ganz individuellen Vorzügen und ihrer Bedeutung für den Landschaftsraum der Mosel:
Zusammenfluss – Deutsches Eck Koblenz
Kreuzweg – Matthiaskapelle Kobern-Gondorf
Querung – Hafeninsel Treis-Karden
Gegenüber – Pinnerkreuz – Burg Cochem
Extreme – steilster Weinberg Bremmer Calmont
Ruiniert – Grevenburg Traben-Trarbach
Brückenschlag – Nicolaus Cusanus Bernkastel-Kues
Antike – römisches Weinschiff Neumagen-Dhron
Heilig Rock – Domfreihof Trier
Panorama: Blick auf Kobern – Gondorf
Die Quelle unserer Inspiration waren die Exkursionen entlang des malerischen Moseltals…
Kurz vor der Führung ins Bergwerk – Foto: Deutsches Dachzentrum e.V.
…und in das Bergwerk der Fa. Rathscheck Schiefer im benachbarten Mayen.
Die verschiedenen Erscheinungsformen des Materials Schiefer faszinierten uns hierbei besonders.
Untertage bei Fa. Rathscheck
Die Entscheidung für den Standort Kobern-Gondorf ist durch die markante Lage über dem Tal der Mosel und die prägnanten Blickbeziehungen begründet.
Lageplan und BlickbezügeBlickbezüge im Modell
Ziel des Entwurfes ist es für die Besucher diese Blicke einzurahmen und sie durch dezente Informationen in Form von bedruckten Glaspanelen zu ergänzen. Durch die Fügung in das Raster des Bodens geschieht dies, ohne das Erlebnis des Raumes zu stören.
Detailaufnahme Modell
Die Formensprache wurde aus der Schichtung freiliegender Gesteine abgeleitet und bildet einen auffälligen Kontrast zu dem vertikalen Erscheinungsbild der Rebstöcke im Weinberg und den horizontalen Ebenen der Weinbergsterrassen.
In vielen Wanderhütten stößt man auf eingeritzte Initialien von Besuchern die ihre Spur hinterlassen möchten bevor sie ihren Weg fortsetzen.
Der entworfene Kulturkörper schafft auch hierfür einen Raum. Kurzfristig erfolgt dies durch die feuchten Fußabdrücke auf dem Gestein, langfrsitig durch das Kratzen auf einem eigens dafür vorgesehenen Schieferblock.
Kratzspuren im Schiefer
Vergängliche Spuren…
Langfristige Spur
Modell des Schieferblockes – Hier kann der Besucher seine Spur hinterlassen
Vom 07.05. bis 10.05.2012 waren wir, begleitet von Herrn Prof. Uwe Simon und Herrn Peter Thomé, auf Exkursion in Österreich und der Schweiz. Herausragende Ausführungsqualitäten und zeitgemäßer Umgang mit traditionellen Baustoffen bezauberten uns an den verschiedenen Standorten. Schön war es!
baumschlager eberle | Hafengebaeude Rohner
baumschlager eberle | Nordwesthaus
Dietrich Untertrifaller Architekten | Festspielhaus Bregenz und Seebühne