<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Peter Zumthor &#8211; artítektura | Martin Korzenski</title>
	<atom:link href="https://artitektura.com/tag/peter-zumthor/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://artitektura.com</link>
	<description>Architektur und mehr. An Mosel und Rhein</description>
	<lastBuildDate>Sun, 19 Dec 2021 16:03:57 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9</generator>

<image>
	<url>https://artitektura.com/wp-content/uploads/2016/01/cropped-icon-32x32.gif</url>
	<title>Peter Zumthor &#8211; artítektura | Martin Korzenski</title>
	<link>https://artitektura.com</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Feldkapelle Bruder Klaus</title>
		<link>https://artitektura.com/2013/05/feldkapelle/</link>
					<comments>https://artitektura.com/2013/05/feldkapelle/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Martin Korzenski]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 May 2013 22:51:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Slowblog]]></category>
		<category><![CDATA[Feldkapelle]]></category>
		<category><![CDATA[Kapelle]]></category>
		<category><![CDATA[Mechernich]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Zumthor]]></category>
		<category><![CDATA[Sakralbauten]]></category>
		<category><![CDATA[Stampfbeton]]></category>
		<category><![CDATA[verlorene Schalung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://korzenski.wordpress.com/?p=849</guid>

					<description><![CDATA[Der Folgende Text ist ein Auszug aus unserem Vortrag im Rahmen des Moduls Planen im Bestand.  Man nähert sich der Kapelle über einen gewundenen Weg, den man serpentinenartig beschreitet. Der Weg ist so angelegt, dass man als Besucher das Auto an einem tiefer gelegenen Parkplatz stehen lässt, um sich zu Fuß dem Bauwerk zu nähern. &#8230; <a href="https://artitektura.com/2013/05/feldkapelle/" class="more-link">Continue reading<span class="screen-reader-text"> "Feldkapelle Bruder Klaus"</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<a href='https://artitektura.com/wp-content/uploads/2016/02/Feldkapelle-Bruder-Klaus-Weidezaun.jpg' rel="lightbox[849]"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="480" height="280" src="https://artitektura.com/wp-content/uploads/2016/02/Feldkapelle-Bruder-Klaus-Weidezaun-480x280.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='https://artitektura.com/wp-content/uploads/2016/02/Feldkapelle-Bruder-Klaus-geschlossen.jpg' rel="lightbox[849]"><img decoding="async" width="480" height="280" src="https://artitektura.com/wp-content/uploads/2016/02/Feldkapelle-Bruder-Klaus-geschlossen-480x280.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='https://artitektura.com/wp-content/uploads/2016/02/Feldkapelle-Bruder-Klaus-Kreuz.jpg' rel="lightbox[849]"><img decoding="async" width="480" height="280" src="https://artitektura.com/wp-content/uploads/2016/02/Feldkapelle-Bruder-Klaus-Kreuz-480x280.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='https://artitektura.com/wp-content/uploads/2016/02/Feldkapelle-Bruder-Klaus-Feld.jpg' rel="lightbox[849]"><img loading="lazy" decoding="async" width="480" height="280" src="https://artitektura.com/wp-content/uploads/2016/02/Feldkapelle-Bruder-Klaus-Feld-480x280.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='https://artitektura.com/wp-content/uploads/2016/02/Feldkapelle-Bruder-Klaus-Raps.jpg' rel="lightbox[849]"><img loading="lazy" decoding="async" width="480" height="280" src="https://artitektura.com/wp-content/uploads/2016/02/Feldkapelle-Bruder-Klaus-Raps-480x280.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='https://artitektura.com/wp-content/uploads/2016/02/Erste-Schritte-Feldkapelle-Bruder-Klaus.jpg' rel="lightbox[849]"><img loading="lazy" decoding="async" width="480" height="280" src="https://artitektura.com/wp-content/uploads/2016/02/Erste-Schritte-Feldkapelle-Bruder-Klaus-480x280.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='https://artitektura.com/wp-content/uploads/2016/02/Innenraum-Feldkapelle-Bruder-Klaus.jpg' rel="lightbox[849]"><img loading="lazy" decoding="async" width="480" height="280" src="https://artitektura.com/wp-content/uploads/2016/02/Innenraum-Feldkapelle-Bruder-Klaus-480x280.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='https://artitektura.com/wp-content/uploads/2016/02/Kerzen-Feldkapelle-Bruder-Klaus.jpg' rel="lightbox[849]"><img loading="lazy" decoding="async" width="480" height="280" src="https://artitektura.com/wp-content/uploads/2016/02/Kerzen-Feldkapelle-Bruder-Klaus-480x280.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='https://artitektura.com/wp-content/uploads/2016/02/Torso-Feldkapelle.jpg' rel="lightbox[849]"><img loading="lazy" decoding="async" width="480" height="280" src="https://artitektura.com/wp-content/uploads/2016/02/Torso-Feldkapelle-480x280.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='https://artitektura.com/wp-content/uploads/2016/02/Glaskugeln-Feldkapelle-Bruder-Klaus.jpg' rel="lightbox[849]"><img loading="lazy" decoding="async" width="480" height="280" src="https://artitektura.com/wp-content/uploads/2016/02/Glaskugeln-Feldkapelle-Bruder-Klaus-480x280.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" /></a>

<p>Der Folgende Text ist ein Auszug aus unserem Vortrag im Rahmen des Moduls <em>Planen im Bestand. </em></p>
<p>Man nähert sich der Kapelle über einen gewundenen Weg, den man serpentinenartig beschreitet. Der Weg ist so angelegt, dass man als Besucher das Auto an einem tiefer gelegenen Parkplatz stehen lässt, um sich zu Fuß dem Bauwerk zu nähern. Während dieser Erfahrung nimmt man die Kapelle zuerst als breiten Monolithen wahr, der sich während des allmählichen Perspektivwechsels in eine schmale Form zu verwandeln scheint. Schließlich wirkt die Ansicht wie ein verschlossener Turm. Als dieser steht die Kapelle in der Landschaft und ist schon von weit her gut sichtbar. Die Form der Grundfläche und die Stampfbetonlagen werden erst beim näherem Betrachten deutlich. Die Stampfbetonfassade wirkt nicht, wie man vielleicht vermuten würde abweisend und fremd, sondern durch die beige-braune Farbe des regionalen Sandes „ergänzt“ sie die Landschaft auf eine sehr harmonische Weise. Schon die unmittelbare Umgebung der Kapelle schafft einen Raum mit angenehmer Atmosphäre, dessen Nutzung der Besucher wie von Zumthor beabsichtigt zu einem Teil durch sein Verhalten selbst bestimmt. Der vorspringende Sockel trägt seinen Teil dazu bei, indem er eine Sitz- und Aufenthaltsgelegenheit bietet und dabei einen gedanklichen Übergang zwischen dem „Außen“ und dem „Innen“ schafft. Er ist eine Einladung, als Ort des Nachdenkens und Verweilens genutzt zu werden und bietet tiefe Ausblicke in die Landschaft der Eifel. <span id="more-849"></span>Nach eigenen Aussagen hat Zumthor mit seiner Kapelle in der hügeligen, Wald- und Wiesenlandschaft den Raum definiert, erst dadurch gebe es ein oben und unten, ein Rechts und Links. Man betritt das monumental erscheinende Bauwerk durch eine dreieckige Stahltür. Der Innenraum ist laut Aussage Zumthors sehr existenziell. Der Blick gleitet sofort entlang der konisch zulaufenden Wände nach Oben zum Himmel, der durch die Öffnung sichtbar wird. Auf einen Wetterschutz wurde bewusst verzichtet, hineinfallendes Regenwasser sammelt sich auf dem Zinnboden, der in seiner Materialität an die alten Bleibergwerke der Region erinnert. Die Wände lassen erahnen, wie die Kapelle konstruiert wurde: Auf dem sehr kleinen, fünfeckigen Grundriss wurde zuerst das zeltartige Schalungsgerüst aus 120 Fichtenstämmen gebaut. Um diese herum wurden die Stampfbetonschichten von jeweils ca. 50cm Höhe als Tagwerke bis zur Gesamthöhe von etwa 12 Metern eingebracht. Diese Stampfbetonbauweise hat lokale Tradition in der Eifel und war noch bis in der 50er Jahre hinein dort weit verbreitet. Diese Bauart wurde jedoch auch dem Wunsch der Bauherren gerecht, möglichst viel selbst und mit Hilfe von Familie, Freunden und Nachbarn mit den eigenen Händen zu bauen. Die Bauherren, das waren der ortansässige Landwirt Scheidtweiler und seine Frau, wollten zum Dank für ihr langes Leben auf ihren Feldern eine Kapelle, zu Ehren des Bruder Klaus errichten, der im 15.Jhd in der Schweiz lebte und durch sein Wirken den Weiterbestand des schon damals 200 Jahre alten Bundes der Eidgenossen sicherte. Aus diesem Grunde war Bruder Klaus auch einer der Lieblingsheiligen der Mutter Zumthors. Als den weltberühmten Schweizer Architekten der Brief der Bauernfamilie mit der Anfrage, eine Kapelle zu Ehren des Bruder Klaus zu errichten, erreichte, stimmte er spontan einem Treffen zu. Als auch dieses positiv verlief, sagte Zumthor zu und begab sich an die letztlich acht Jahre lang dauernde Planung der Kapelle. Das übliche Honorar des Schweizer Stararchitekten konnten sich die einfachen Bauern aus der deutschen Provinz natürlich nicht leisten. Dennoch ließ der Architekt sich auf dieses ungewöhnliche und wundervolle Vorhaben ein und übernahm die Planung für ein symbolisches „Trinkgeld“. Der bekannte &#8222;Zumthor-Perfektionismus&#8220; fehlte natürlich auch bei diesem Projekt nicht: Wie schon bei den Fundamenten, die mehrfach neu geschalt werden mussten, reiste Zumthor auch am Tag des Einbringens der letzten Betonschicht zur Baustelle an, um persönlich die Arbeiten am oberen Gebäudeabschluss zu überwachen. Dabei ließ er es sich auch nicht nehmen, beim letzten Tagwerk mitzuhelfen, indem er dort selbst die Maurerkelle ergriff und mit Hand anlegte. Die Fichtenstämme wurden anschließend durch ein mehrere Wochen lang glühendes Mottfeuer verbrannt, sodass die schwarze Rußfärbung im Innenraum zurückblieb. Selbst die Löcher der Schalanker finden bei Zumthor eine sinnvolle Funktion; indem sie mit Metallrohren ausgekleidet wurden, lenken sie sehr dosiert Tageslicht durch die massiven Außenwände, welches sich im Innenraum in mundgeblasenen Glaskugeln zentriert. Von Innen betrachtet, erinnert diese Wand an einen nächtlichen Sternenhimmel. Mit diesen Mitteln vollbrachte der Architekt das Kunststück, einen kleinen Raum zu schaffen, der – das können wir nun aus eigener Erfahrung bestätigen &#8211; dennoch nicht beengt.</p>
<p>Wer sich für die Architektur Zumthors interessiert, dem Sei das Hörbuch <em>&#8222;<span id="productTitle">Peter Zumthor. Die Magie des Realen&#8220; </span></em><span id="productTitle">ans Herz gelegt. Dieses war unter anderem eine hilfreiche Grundlage für den Vortag und ist absolut empfehlenswert.</span></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://artitektura.com/2013/05/feldkapelle/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ein Ort der Stille&#8230;</title>
		<link>https://artitektura.com/2012/10/ein-ort-der-stille/</link>
					<comments>https://artitektura.com/2012/10/ein-ort-der-stille/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Martin Korzenski]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Oct 2012 23:23:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Slowblog]]></category>
		<category><![CDATA[Studium]]></category>
		<category><![CDATA[Bauen im Bestand]]></category>
		<category><![CDATA[Köln]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumba]]></category>
		<category><![CDATA[Mauerwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Museum]]></category>
		<category><![CDATA[Museumsbau]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Zumthor]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://korzenski.wordpress.com/?p=135</guid>

					<description><![CDATA[Gemeinsam mit André Aschkowski und Markus Hoff besuchte Ich heute das Museum &#8222;Kolumba&#8220; in Köln. Der Folgende Text ist ein Auszug aus unserem Vortrag im Rahmen des Moduls Planen im Bestand.  Das Diözesanmuseum der Erzdiözese Köln ist errichtet auf den Ruinen der mittelalterlichen Kirche St. Kolumba, nur einen Steinwurf entfernt vom Kölner Dom. In Folge der &#8230; <a href="https://artitektura.com/2012/10/ein-ort-der-stille/" class="more-link">Continue reading<span class="screen-reader-text"> "Ein Ort der Stille&#8230;"</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Gemeinsam mit André Aschkowski und Markus Hoff besuchte Ich heute das Museum &#8222;Kolumba&#8220; in Köln.</p>

<a href='https://artitektura.com/wp-content/uploads/2016/01/Beschriftung-Kolumba.jpg' rel="lightbox[135]"><img loading="lazy" decoding="async" width="480" height="280" src="https://artitektura.com/wp-content/uploads/2016/01/Beschriftung-Kolumba-480x280.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Beschriftung Kolumba" /></a>
<a href='https://artitektura.com/wp-content/uploads/2016/01/Kolumba-Koeln-Aussenansicht.jpg' rel="lightbox[135]"><img loading="lazy" decoding="async" width="480" height="280" src="https://artitektura.com/wp-content/uploads/2016/01/Kolumba-Koeln-Aussenansicht-480x280.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Kolumba Koeln Aussenansicht" /></a>
<a href='https://artitektura.com/wp-content/uploads/2016/01/Kolumba-Alt-und-Neu.jpg' rel="lightbox[135]"><img loading="lazy" decoding="async" width="480" height="280" src="https://artitektura.com/wp-content/uploads/2016/01/Kolumba-Alt-und-Neu-480x280.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Kolumba Alt und Neu" /></a>
<a href='https://artitektura.com/wp-content/uploads/2016/01/Kolumba-Ausgrabung.jpg' rel="lightbox[135]"><img loading="lazy" decoding="async" width="480" height="280" src="https://artitektura.com/wp-content/uploads/2016/01/Kolumba-Ausgrabung-480x280.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Kolumba Ausgrabung" /></a>
<a href='https://artitektura.com/wp-content/uploads/2016/01/Garten-Kolumba.jpg' rel="lightbox[135]"><img loading="lazy" decoding="async" width="480" height="280" src="https://artitektura.com/wp-content/uploads/2016/01/Garten-Kolumba-480x280.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Garten Kolumba" /></a>
<a href='https://artitektura.com/wp-content/uploads/2016/01/Blick-auf-den-Koelner-Dom.jpg' rel="lightbox[135]"><img loading="lazy" decoding="async" width="480" height="280" src="https://artitektura.com/wp-content/uploads/2016/01/Blick-auf-den-Koelner-Dom-480x280.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Blick auf den Kölner Dom" /></a>
<a href='https://artitektura.com/wp-content/uploads/2016/01/Kolumba-Seide.jpg' rel="lightbox[135]"><img loading="lazy" decoding="async" width="480" height="280" src="https://artitektura.com/wp-content/uploads/2016/01/Kolumba-Seide-480x280.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Kolumba Seide" /></a>
<a href='https://artitektura.com/wp-content/uploads/2016/01/Lesezimmer-Kolumba.jpg' rel="lightbox[135]"><img loading="lazy" decoding="async" width="480" height="280" src="https://artitektura.com/wp-content/uploads/2016/01/Lesezimmer-Kolumba-480x280.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Lesezimmer Kolumba" /></a>
<a href='https://artitektura.com/wp-content/uploads/2016/01/Ausstellung-Kolumba-Koeln.jpg' rel="lightbox[135]"><img loading="lazy" decoding="async" width="480" height="280" src="https://artitektura.com/wp-content/uploads/2016/01/Ausstellung-Kolumba-Koeln-480x280.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Ausstellung Kolumba Köln" /></a>
<a href='https://artitektura.com/wp-content/uploads/2016/01/Ausstellung-Kolumba-Licht-und-Schatten.jpg' rel="lightbox[135]"><img loading="lazy" decoding="async" width="480" height="280" src="https://artitektura.com/wp-content/uploads/2016/01/Ausstellung-Kolumba-Licht-und-Schatten-480x280.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Ausstellung Kolumba Licht und Schatten" /></a>
<a href='https://artitektura.com/wp-content/uploads/2016/01/Goldene-Wand-Kolumba.jpg' rel="lightbox[135]"><img loading="lazy" decoding="async" width="480" height="280" src="https://artitektura.com/wp-content/uploads/2016/01/Goldene-Wand-Kolumba-480x280.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Goldene Wand Kolumba" /></a>
<a href='https://artitektura.com/wp-content/uploads/2016/01/Steinformate-Kolumba.jpg' rel="lightbox[135]"><img loading="lazy" decoding="async" width="480" height="280" src="https://artitektura.com/wp-content/uploads/2016/01/Steinformate-Kolumba-480x280.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Steinformate Kolumba" /></a>
<a href='https://artitektura.com/wp-content/uploads/2016/01/Fassade-Kolumba.jpg' rel="lightbox[135]"><img loading="lazy" decoding="async" width="480" height="280" src="https://artitektura.com/wp-content/uploads/2016/01/Fassade-Kolumba-480x280.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Fassade Kolumba" /></a>
<a href='https://artitektura.com/wp-content/uploads/2016/01/Erbaut-auf-Ruinen-Kolumba.jpg' rel="lightbox[135]"><img loading="lazy" decoding="async" width="480" height="280" src="https://artitektura.com/wp-content/uploads/2016/01/Erbaut-auf-Ruinen-Kolumba-480x280.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Erbaut auf Ruinen Kolumba" /></a>

<p>Der Folgende Text ist ein Auszug aus unserem Vortrag im Rahmen des Moduls <em>Planen im Bestand. </em></p>
<p>Das Diözesanmuseum der Erzdiözese Köln ist errichtet auf den Ruinen der mittelalterlichen Kirche St. Kolumba, nur einen Steinwurf entfernt vom Kölner Dom. In Folge der Bombenangriffe des zweiten Weltkrieges wurden große Teile der Kölner Innenstadt zerstört. Auch die mittelalterliche Kirche St. Kolumba war bis auf einige Mauerreste der Umfassungsmauern <span class="meaningContent">zertrümmert</span>.</p>
<p>In den Trümmern des Mittelschiffes baute Gottfried Böhm in den 50er Jahren die Kapelle „St. Madonna in den Trümmern“. Ihren Namen erhielt sie, da eine Figur der Madonna aus Kalkstein als einzige den Angriff überstand und unversehrt geborgen werden konnte.<span id="more-135"></span></p>
<p>1997 wurde für das Gelände ein Architekturwettbewerb zur Gestaltung eines Museums, welches das Diözesanmuseum am Roncalliplatz ablösen sollte, in die Wege geleitet. Wichtiger Teil des Wettbewerbes war die Integration der vorhandenen Architektur Böhms und der Ruinen. Kein Geringerer, als Peter Zumthor gewann den Wettbewerb. Bestandteile seiner Planung waren das zu Ende Bringen der archäologischen Ausgrabungen und die Sanierung der erhaltenen Mauerreste.</p>
<p>Zumthor wählte aus verschiedenen Gründen Backsteine als Material für die Fassaden. Zum Einen sei Köln ohnehin traditionell eine Backsteingegend; die Verwendung lässt sich bis in der Zeit der Römer zurückverfolgen. Zum Anderen eröffnete die flache Form der handgefertigten Ziegel einen sehr flexiblen und damit dichten und<br />
ästhetischen Anschluss an den Mauerwerksbestand. Die schmale Anschlussfuge wurde mit dem Mörtel des Mauerwerkes hergestellt.<br />
Die Permeabilität des Mauerwerkes wird durch überbreite Stoßfugen erreicht, durch die so entstehende, vom Architekten „Filtermauerwerk“ getaufte Wand gelangen Licht und Luft ins Innere der Ausgrabungshalle und damit auch, trotz der Überbauung mit einem Museumsgeschoss, in die Kapelle. Diese ist weiterhin unabhängig vom Museum für jeden zugänglich.</p>
<p>Wir betreten das Gebäude durch einen recht unscheinbaren Eingang, es ist auffallend still. Auf einen großen Museumsshop und ein Café wurde bewusst verzichtet. Die Klinkerfassade wird im Erdgeschoss des Museumsbaus auch im Innenraum fortgeführt. Es besteht im Wesentlichen aus dem Ausgrabungsfeld, über das man als Besucher über einen Holzsteg hinweg schreitet. Die Atmosphäre dieses<br />
Raumes wird durch das einfallende Tageslicht und die sofort spürbare Außentemperatur geprägt. Die in einem<br />
Raster stehenden, unglaublich glatt geschliffenen und makellosen, Stahlbetonstützen, erscheinen fast schon filigran und werden daher kaum wahrgenommen. Weiterhin ist vom Erdgeschoss der von einer<br />
Stampfbetonmauer umschlossene Innenhof zugänglich. Hier werden einzelne Teile der zerstörten Kirche gezeigt, einzelne Stühle würden im Sommer zum Aufenthalt einladen. Auch im Winter ist durch die Verglasung hindurch die Wirkung dieses Ruhepols spürbar, diese Fläche, auf der sich der mittelalterliche Friedhof der Stadt befand, hat noch heute die Atmosphäre eines privaten Gartens im Zentrum von Köln.</p>
<p>Über die Treppe in einem sehr hohen und von faszinierender Sichtbetonqualität geprägten Treppenhaus erreicht man das erste Obergeschoss. Hier sind die Räume sehr dunkel gehalten und die Exponate werden durch präzise gelenktes Kunstlicht beleuchtet. Die Wände in diesem und im zweiten Obergeschoss wurden aus glatt geschliffenem Lehmputz hergestellt, sie sind geometrisch, jedoch nicht orthogonal angeordnet. Diese Anordnung leitet den Besucher durch die Ausstellung, man findet wie intuitiv den richtigen Weg weiter zur Treppe, in die nächste Ebene.</p>
<p>Im 2. Obergeschoss ist das fließende Licht, für welches der Architekt besonders bekannt ist, erlebbar. Die Ausstellungsgegenstände werden durch das einfallende Tageslicht erhellt. Die Öffnungen unter der teilweise immens hohen Decke sind mit mattierten Gläsern gefüllt, zum Schutz der Ausstellungsgegenstände vor direktem, grellem Sonnenlicht. Die Fenster auf Augenhöhe sind mit halbtransparenten, grauen Vorhangstreifen bestückt. Diese passen hervorragend zur Oberflächenstruktur der verwendeten Baustoffe. Sie stehen dabei mit dem Sichtbeton, dem geschliffenen Lehmputz und dem polierten Estrich in Einklang.</p>
<p>Insgesamt ist an dem Gebäude sehr exemplarisch Zumthors Handschrift ablesbar: Klare Kanten, reduzierte Farbigkeit, sorgfältige Materialauswahl und eine Präzision, die keine Schalhautstöße oder Fugen außer Acht lässt, ziehen sich durch das gesamte Bauwerk. Die Räume selbst wirken atemberaubend und sind einzigartig.</p>
<p>Im Umgang mit dem Bestand verfolgt Zumthor eine Doppelstrategie: Zum einen der respektvolle Abstand zur Kapelle der Madonna, zum Anderen der direkte Anschluss an die Mauerreste des mittelalterlichen Gotteshauses. Auf der hellgrauen, fast weißen Fassade wirken diese je nach Betrachtungsweise und Tageszeit wie Lehrbuch-artig abgedruckt oder vor dem hellen Himmel stehend. Auf diese Weise bleiben sie als Mahnmal gegen den Krieg erhalten und bilden nicht nur symbolisch, sondern auch tatsächlich das Fundament zeitgemäßer Baukunst eines der besten Architekten unserer Zeit.</p>
<p>Wer sich für die Architektur Zumthors interessiert, dem Sei das Hörbuch <em>&#8222;<span id="productTitle">Peter Zumthor. Die Magie des Realen&#8220; </span></em><span id="productTitle">ans Herz gelegt. Dieses war unter anderem eine hilfreiche Grundlage für den Vortag und ist absolut empfehlenswert.</span></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://artitektura.com/2012/10/ein-ort-der-stille/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
